PractitionersLab – Formate für eine Offene Gesellschaft

Vom 15. – 19. Mai 2019 haben wir Expert*innen aus ganz Europa nach Bochum-Wattenscheid eingeladen, um sich gemeinsam mit uns – angesichts wachsender Polarisierung, Frustration und Diskriminierung in Europa – neue (Dialog-)Formate für eine offene Gesellschaft auszudenken und vor Ort auszuprobieren.

Worum ging’s?

Das Ruhrgebiet ist von Vielfalt und Wandel geprägt. Hier kommen Menschen mit den unterschiedlichsten Geschichten, Sichtweisen und Lebensentwürfen zusammen. Das macht das Leben zwischen Duisburg und Hamm so einzigartig. Wir beobachten jedoch auch hier eine steigende Tendenz zu mehr Spaltung und parallelen Gesellschaften, die kaum mehr mit einander in Kontakt kommen.

Wir sind jedoch davon überzeugt, dass wir unbedingt im Gespräch bleiben sollten und lernen müssen, einander zuzuhören, miteinander zu diskutieren und manchmal auch zu streiten.

Wie das funktionieren kann, wollten wir gemeinsam mit Expert*innen beim PractitionersLab: Formats for an Open Society im Watcraft in Bochum-Wattenscheid herausfinden.

Was ist passiert?

Wir wollten nicht nur reden, sondern tatsächlich etwas tun. Das Practitioners Lab war deshalb ein Arbeitstreffen, bei dem wir gemeinsam – ausgehend von unseren Erfahrung, unserem Wissen und vor allem unserer Neugier – konkrete Lösungen entwickelten und vor Ort in Bochum testeten.

Dabei führten wir ein Kneipen-Speed-Dating im Bürgerkrug in Wattenscheid durch, wir gingen ins Gespräch mit Passagieren der 302 zwischen Gelsenkirchen und Bochum und experimentieren mit einem Mapping rund um den August-Bebel-Platz, bei dem wir unterschiedliche Menschen in verschiedenen Sprachen zu Orten mit Potential in Wattenscheid befragten. Ein Teil der Gruppe führte ein Gesprächsformat zu gesellschaftlichen Herausforderungen in Sambia durch, eine weitere Gruppe beschäftigte sich mit dem Thema Empathie – wesentlich, um mit Menschen in Kontakt zu treten.

Was kommt als nächstes?

Formatbeschreibungen und Anleitungen für das eigenständige Durchführen werden in den nächsten Monaten zusammen mit einem Set an Postkarten zur Verbreitung und analoger und digitaler Verwendung veröffentlicht.

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Das PractitionersLab „Formate für eine Offene Gesellschaft“ wird gefördert vom Bosch Alumni Network, einer Kooperation zwischen dem International Alumni Center Berlin und der Robert Bosch Stiftung. Mehr Informationen findest Du hier: www.iac-berlin.org